Theodor Storms Chor von 1843

Sind Sie interessiert, bei uns mitzumachen?

Wenn Sie bei uns mitsingen möchten, dann laden wir herzlich ein, einmal auszuprobieren, ob Ihnen das Miteinander in unserem Chor gefällt.

Eine gute Singstimme und auch einfache Notenkenntnisse sollten Sie schon haben. Sie brauchen aber nicht vom Blatt singen zu können. Am besten ist, Sie schauen einmal bei uns vorbei, dann werden Sie sehen, dass die Chorarbeit auch mit unserem neuen Chorleiter Christoph Jensen wirklich Freude bereitet.

Oder kontaktieren Sie uns einfach:

E-Mail:  auftakt@theodor-storms-chor.de

Heinrich Linkogel, Tel. 04841-2560
Frau Kähler, Tel. 04841-640082
Herr Kelch, Tel. 04841- 4628

Die Chorproben sind (während der Schulzeit) jeweils Montags 19:30 Uhr im NordseeMuseum (Nissenhaus) in Husum.

Unsere nächsten Konzerte:

Adventskonzert im NordseeMuseum (Nissenhaus) in Husum
am Sonntag, 4. Dezember 2011, um 17 Uhr
(siehe auch das Plakat etwas weiter unten)


Adventsmusik in der St. Marien-Kirche in Husum
Sonnabend, 10. Dezember, 16:30 Uhr


Konzert mit Orchester und Solisten
Georg Friedrich Händel "Israel in Ägypten" 
in der St. Marien-Kirche in Husum
Sonntag, 4. März 2011, um 17 Uhr





"Husum, du graue Stadt am Meer", ein Gedicht von Theodor Storm, vertont von Erwin Zillinger
Unser aktueller Video-Clip auf YouTube



(hier klicken: http://goo.gl/aZXcU )



Informationen zu unserem letzten Konzert

Theodor-Storms-Chor eröffnete Sommerkonzerte 2011 in der St. Marienkirche in Husum
Der neue Leiter KMD Christoph Jensen führte am 16. Juni 2011 mit Chor, Orchester und Solisten Werke von Mozart und Haydn auf

Am Donnerstag, 16. Juni 2011 20:00 Uhr führte Theodor Storms Chor in der St. Marienkirche wieder ein Konzert auf.
 
Zur Eröffnung der Sommerkonzerte erklangen folgende Werke:
 
Michael  Haydn „Te Deum“
W. A. Mozart  „Exsultate, jubilate“ KV 165
W. A. Mozart „Violinkonzert Nr. 4  D-Dur“ KV 218
W. A. Mozart „Krönungsmesse“ KV 317
 
Ausführende:
Sabine Szameit, Sopran
Manuela Mach, Alt
Steffen Wolf, Tenor
Andreas Kruppa, Bass
Cornelius Jensen, Violine
Orchester: Concerto classico
Theodor Storms Chor von 1843
Leitung: KMD Christoph Jensen
 
Hier aus der Rezension der "Husumer Nachrichten" vom 18. Juni 2011:

"Fulminanter Auftakt der Sommerkonzerte
Musik vom Feinsten präsentierte der Theodor Storms-Chor von 1843 zur Eröffnung der Husumer Sommerkonzerte in der Marienkirche. Unter der Leitung seines neuen Dirigenten Christoph Jensen erklangen Werke von Michael Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart. Unterstützt wurde der Chor von Sabine Szameit (Sopran), Manuela Mach (Alt), Steffen Wolf (Tenor) und Andreas Kruppa (Bass). Als wahrer Wirbelwind mit seinem Bogen auf der Violine stach Cornelius Jensen hervor. Begonnen hatte das abendliche Konzert mit "Te Deum laudamus te" ("Dich Gott loben wir, dich Herr preisen wir").  Nach dem beeindruckenden Violinkonzert wollten sich Chor und Streicher verabschieden. Doch die begeisterten Zuhörer ließen die Musiker erst nach einer Zugabe von der Bühne gehen."

= = =

Erstes Klassik-Konzert fand im neuen "Nordsee Congress Centrum" in Husum am Messeplatz statt
Theodor Storms-Chor von 1843 präsentierte Lobgesänge mit insgesamt 180 Mitwirkenden am Tag der Deutschen Einheit


Am Sonntag, 3. Oktober fand um 17 Uhr im großen Saal des NCC das erste klassische Konzert statt. Zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit musizierten Theodor Storms Chor, der Itzehoer Konzertchor, Solisten und die KlassikPhilharmonie Hamburg unter der Leitung von Jens Weigelt. Auf dem Programm stand festliche, chorsinfonische Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy (Sinfonie Nr.2 „Lobgesang“) und John Rutter (Magnificat).



Hier ein Bild von unserem Adventskonzert am 12. Dezember 2009:



REZENSION

Ein Wechselbad der Gefühle

Der November hat es nicht nur vom trüben Wetter her in sich. Ewigkeitssonntag oder Volkstrauertag erinnern daran, dass jeder Mensch sterben muss. Mit dem Thema Tod setzte sich ein besonderes Konzert in der Marienkirche auseinander. Bis auf den letzten Platz war das Gotteshaus gefüllt.


Feinfühlig und minutiös setzten die Beteiligten das in der Musikliteratur nicht ganz unumstrittene Werk um. Foto: udo rahn

Für Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) kam das Ende zu früh. Mit 35 Jahren starb er, mitten in der Arbeit an seinem letzten Werk, dem Requiem für Soli, Chor und Orchester (KV 405), das später von seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr aufgrund seiner Skizzen in dessen Sinne vollendet wurde. 1993 wagte sich der Musikwissenschaftler Robert D. Levin an Ergänzungen, basierend auf Süßmayers Arbeit und neuesten musikwissenschaftlichen Erkenntnissen, heran. Genau diese Fassung kam nun in Husum zur Aufführung.
Gespannte Erwartung lag förmlich in der Luft, denn besagtes Werk - in der Musikliteratur nicht ganz unumstritten - war eindeutig der Höhepunkt. Theodor Storms Chor von 1843, mit Kirchenmusikdirektor Jens Weigelt, und die Kantorei St. Peter, unter Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen, hatten es einstudiert. Hochkarätige Solisten, Sabine Szameit (Sopran), Manuela Mach (Alt), Stephan Zelck (Tenor) und Andreas Kruppa (Bass) waren engagiert worden. Das "concerto classico" mit Elisabeth Weisenberger an der Orgel kam dazu.

Eigentlich sollte Weigelt sein Heimspiel in Husum haben, denn die Aufführung in Tating tags zuvor dirigierte sein Kollege Jensen. Aus Krankheitsgründen musste Weigelt jdeoch passen. Er erlebte dann als Zuhörer - innerlich bewegt, wie er anschließend sagte - einen ausgesprochen souveränen Konzertmeister, der Sänger und Musiker zu Höchstleistungen führte. Exakt waren die Einsätze, feinfühlig und genau dosiert umgesetzt die Piano- oder Forte-Passagen, und das vom "Introitus", dem Einzugsgesang, bis zum "Communio", der Abendmahlsfeier. Klänge der Verzweiflung, kraftvoll und stark, in Verbindung mit den intensiven Texten, berührten.

Alle Emotionen ließ Mozart in seiner Totenmesse zu, die uns Menschen angesichts des Todes ereilen - von Angst, Wut, über Trauer, bis hin zu Hoffnung und Trost. Ein Wechselbad der Gefühle. Leise, mit Streichersatz und klagenden Holzbläsern, die nur mit Fagott und den Bassetthörnern besetzt waren, begann sie. Fast überschwänglich setzte die Posaune Akzente in Forte und der Chor mit seiner ganzen Stimmgewalt von 100 Menschen vervollkommnete die Klangfülle. Das Kyrie war ein einziger Aufschrei nach Erbarmen. Am Ende blieb als einzige Bitte der Sänger, den Verstorbenen ewige Ruhe und Licht zu geben. "Ich habe mitgelitten, an den Lippen der Sänger gehangen, war mittendrin. Meine Umwelt habe ich total vergessen", zeigte sich der Hamburger Heinrich Brause beeindruckt. "Ein wunderbares Konzert", bestätigte auch Andreas Hamann aus Struckum.

Auch die anderen Werke, so die Sonate in C (KV 263), die "Vesperae solennes de Dominica" (KV 321) oder Adagio und Fuge in D-Moll (KV 156 und 405), gelangen den Ausführenden vortrefflich. Stehende Ovationen bezeugten das.

(c) Husumer Nachrichten 16. Nov. 2009

Theodor-Storms-Chor Husum mit Jens Weigelt

ANKÜNDIGUNG

Besonderes Konzert am 8. November in St. Marien-Kirche in Husum / Nordsee

Theodor Storms Chor von 1843 veranstaltet am Sonntag, den 8. November, um 17:00 Uhr ein besonderes Konzert in der St. Marienkirche zu Husum. Zur Aufführung kommen Wolfgang Amadeus Mozarts „Requiem“ KV 626, und die „Vesperae solennes de Dominica" KV 321.

Es musizieren Theodor Storms Chor, Einstudierung Kirchenmusikdirektor Jens Weigelt, die „Kantorei St. Peter“, Einstudierung Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen, das Orchester „concerto classico“ sowie die Solisten Sabine Szameit - Sopran, Manuela Mach - Alt, Stephan Zelck - Tenor und Andreas Kruppa - Bass. Das Konzert wird auch am 7. November um 20:00 Uhr in Tating zu hören sein.

 

W.A. Mozarts letztes unvollendetes Werk und die Umstände seiner Entstehung haben Anlass zu vielerlei Fragen und Spekulationen gegeben. Dabei ist die Sachlage mittlerweile recht klar: Sein Schüler und Adlatus Franz Xaver Süßmayr vervollständigte das Werk aufgrund der hinterlassenen Skizzen im Sinne seines Lehrers, mit dem er sich auch über die Komposition des Requiems intensiv ausgetauscht hatte. In dieser nicht unumstrittenen Fassung ist das Werk bekannt und berühmt geworden.

Neben vielen anderen gibt es seit 1993 eine von dem amerikanischen Pianisten und Musikwissenschaftler Robert D. Levin erstellte Ergänzung. Sie basiert auf der Arbeit Süßmayrs, bezieht aber auch neuere musikwissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. So verwendete Levin zum Beispiel den Entwurf Mozarts zu einer Amen-Fuge als Abschluss der „Sequenz“, den Süßmayr nicht berücksichtigte. Damit wurde Mozarts ursprünglichem Plan Rechnung getragen, jeden der fünf inhaltlichen Abschnitte des Requiems mit einer Fuge abzuschließen. Außerdem überarbeitete er die von Süßmayr neu komponierten, aber doch auf Mozarts Ideen basierenden Sätze des „Sanctus“ und „Agnus Dei“. Er nahm Retuschen hinsichtlich der Instrumentierung, der Stimmführung, der Proportionen und der tonartlichen Geschlossenheit vor. Levin wies nach, dass auch in diesen Sätzen thematische Beziehungen zu Mozarts Kompositionsfragmenten bestehen und rückte sie damit näher an den Kern des Werkes. So ist eine dem Mozarts Geist noch stärker angenäherte und in sich geschlossene Gesamtfassung entstanden.

 

Zu Beginn des Konzertes erklingt die „Vesperae solennes de Dominica“, KV 321, von Mozart 1779 für den Salzburger Dom komponiert. In ihrem Aufbau mit den Psalmen und dem Canticum Magnificat folgt die Vesper einer strengen liturgischen Ordnung. Sie ist stark an das Wort gebunden und verkörpert dadurch den Ernst einer liturgischen Komposition. In Husum wird sie wohl das erste Mal zu hören sein.

 

Das Konzert wird gefördert von der Sparkassenkulturstiftung Nordfriesland, Fa. C.J.Schmidt, Fa. P. Lohnsdorfer, Volks&Raiffeisenbank, Stadt Husum und der Stiftung Nordfriesland. Karten für das Konzert sind bei der Buchhandlung Weiland in der Krämerstraße in Husum erhältlich.

Dieses Bild können Sie sich auch hochaufgelöst ansehen (mit einem Doppelklick auf das Bild).


Das letztjährige Hauptkonzert von Theodor Storms Chor fand am 12. Oktober 2008 um 19:00 Uhr in der St. Marienkirche statt. Weiter unten finden Sie dazu die aktuelle Konzertrezension:

Die zugehörige Konzertrezension:

Nicht nur ein musikalischer Genuss, sondern auch ein tief bewegendes Erlebnis
Das wenig bekannte Stück des Schweizer Komponisten Arthur Honegger glänzte mit Theodor Storms Chor in Bestform und Christian Quadflieg als prominentem Erzähler.

(hjm) Wenn Theodor Storms Chor von 1843 in der Marienkirche auftritt, so garantiert er eine vollbesetzte Kirche. Jüngstes Beispiel war die Aufführung des symphonischen Psalms „König David" von Arthur Honegger. In seinen einleitenden Worten versprach Chorleiter Jens Weigelt den Zuhörern ein Konzert mit tiefsinnigen Aussagen, die sicherlich haften bleiben würden. Doch bevor die ersten Töne dieses eher unbekannten Stücks erklangen, boten die mehr als 100 Sängerinnen und Sänger - unterstützt durch den Itzehoer Konzertchor und die Hamburger Camerata als Orchester - dem Publikum mit Psalm 42 ein Meisterwerk von Felix Mendelsohn Bartholdy.

Was die Gäste hier präsentiert bekamen, war eine chorale Predigt, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Die Sehnsucht nach dem lebendigen Gott, vorgetragen durch die Sopranistin Frauke-Maria Thalacker, beantwortete ein raumfüllender Chorgesang mit „Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken".

War die exzellent vorgetragene Psalmkantate von Bartholdy vielen Musikfreunden vielleicht bekannt, so mussten sie sich mit „König David" auf ein ungewohntes und neuartiges Hörerlebnis einstellen. So spektakulär sich dieser symphonische Psalm anhört, so abenteuerlich ist auch die Entstehungsgeschichte dieses Werkes, das innerhalb kurzer Zeit nach der Uraufführung im Juni 1921 Weltruhm erlangte. Der Schriftsteller Rene Morax suchte für sein Schauspiel „König David" jemanden, der ihm die Musik liefern konnte. Alle Komponisten, die er fragte, winkten jedoch ab. Von einem bekam er aber den Hinweis, sich doch an den bis dahin völlig unbekannten Schweizer Komponisten Arthur Honegger zu wenden. Dieser nahm den Auftrag gerne an und schrieb die Partitur in nur acht Wochen.

Für das diesjährige Hauptkonzert „König David" von Theodor Storms Chor konnte neben dem Schauspieler Christian Quadflieg als Erzähler die Sopranistin Frauke-Maria Thalacker, die Altstimme Adelheid Peper und der Tenor Stephan Zelck gewonnen werden. Das Ergebnis war nicht nur ein musikalischer Genuss, sondern auch ein tief bewegendes Erlebnis, vermittelt durch die musikalisch unterstützte Botschaft. Während Erzähler Quadflieg mit mächtiger und eindringlicher Stimme das Geschehen um den berühmten König David, das von Schuld und Vergebung, Trost und Hoffnungslosigkeit bestimmt ist, gefühlvoll und ergreifend vortrug, antwortete der Chor mit einem musikalischen Wechselbad der Gefühle. Mit zum Teil grellen Tönen, emotionalen und stilistischen Kontrasten sowie Disharmonien demonstrierten sie die innere Zerrissenheit des damaligen Machthabers König David. Und tatsächlich beinhaltete das Konzert musikalische Ohrwürmer wie beispielsweise das hervorragend ausgearbeitete „Harre auf Gott", oder das am Ende gesungene „Halleluja". Oberzeugend war auch das Zusammenspiel zwischen Dirigenten und dem Chor sowie dem Orchester.

Quelle: HJM / Husumer Nachrichten Nov 08

Weitere ältere Meldungen:
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Im Mai 2008 erwarten wir den Besuch der „Kidderminster Choral Society“, der befreundete Konzertchor aus Husums Partnerstadt Kidderminster. Am 31. Mai 2008 werden wir ein gemeinsames Konzert in der St. Marienkirche aufführen. Geplant ist unter anderem die Theresienmesse von Josef Haydn.

Egreifendes Chorkonzert in St. Marien

Hier zum Download unser Programmheft zum Konzert:
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Eine besondere Herausforderung
Gestärkt ist Theodor Storms Chor von Konzerten in Budapest und Wien zurückgekehrt. Jetzt folgt in der Marienkirche Brahms’ „Deutsches Requiem“.

Theodor-Storms-Chor von 1843 auf Reisen

Konzertierte während seiner Reise auch in der Basilika von Esztergom: Theodor-Storms Chors mit Jens Weigelt

Husum /hn
– Mit über 80 Sängerinnen und Sängern sowie deren Angehörigen und Freunden unternahmen Theodor Storms Chor und der Itzehoer Konzertchor eine zehntägige Chor-Reise nach Wien und Budapest. Mit von der Partie waren natürlich auch die künstlerischen Leiter Jens Weigelt und Eckardt Heppner.
Von Hamburg aus machten sich die „Nordlichter“ mit dem Nachtzug auf den Weg in die Donau-Metropolen. In Budapest standen ihnen während der gesamten Zeit zwei Reisebusse sowie zwei Deutsch sprechende Reiseleiterinnen zur Verfügung. Mit einer abendlichen Schifffahrt auf der Donau wurden die Gäste auf ihren Besuch eingestimmt. Tags darauf ging es nach Buda auf den Burgberg, wo sich die Chöre zur feierlichen Gestaltung einer Heiligen Messe in der Matthias-Kirche, einer der schönsten Kirchen Ungarns mit sensationeller Akustik, einfanden. Unter Weigelts Leitung wurden dort Motetten aus verschiedenen Jahrhunderten von Scarlatti, Hassler, Bruckner, Mozart, Arcadelt, Grieg und Homilius aufgeführt.
In Vorbereitung auf die Reise hatten die Chöre bereits ein Motetten-Konzert in Heiligenstedten und in Garding gegeben. Dort waren die Werke in der Darbietung allerdings noch nicht ganz ausgereift gewesen. Aber unter der Stabführung von Jens Weigelt liefen die Sängerinnen und Sänger sowohl in der Matthiaskirche als auch später in der Wiener Karlskirche zu Höchstleistungen auf. Lang anhaltender Applaus waren dafür in beiden Fällen der verdiente Lohn.
Zum Sightseeing-Programm in Ungarn zählte neben zahlreichen Besichtigungen auch ein Besuch in der Stadt Kecskemet, der mit einem Folkloreabend beschlossen wurde, und ein Aufenthalt in Vács. Hier wurde abermals ein ortsansässiger Chor getroffen. In der Basilika von Esztergom, der größten Kirche Ungarns, ließ sich der Storms Chor dann zu einem spontanen Konzert mit seinem Motetten-Programms hinreißen. Wegen der besonderen Akustik mit einem Nachhall von fast zehn Sekunden war dies eine ganze besondere Herausforderung.
Von Budapest ging es dann zum abschließenden Konzert nach Wien. Wieder daheim bereitet sich der Chor nun auf die Aufführung von Johannes Brahms’ „Deutschem Requiem“ vor, das am Sonntag, 18. November, ab 17 Uhr in der Marienkirche erklingen wird.

Quelle: Husumer Nachrichten 2. Nov. 2007

Theodor Storms Chor von 1843

Wie schon der Name sagt, wurde der Chor 1843 vom Dichter Theodor Storm selbst ins Leben gerufen. In der Zeit der Liedertafeln, der Männerchöre, gründete Storm bewusst einen gemischten Chor, einen „Singverein“, den er später „Gesangverein für gemischten Chor“ nannte. Er wollte mit musikalisch interessierten Bürgern das kulturelle Leben seiner Heimatstadt bereichern.

Nach dem Tod von Theodor Storm nahm der Chor den Namen seines Gründers an und hieß ab 1889 „Theodor Storm’s Gesangverein“. In seiner langen Geschichte führte der Chor unter vielen Dirigenten große Chorwerke, Oratorien, Werke aus Opern und zeitgenössische Lieder auf. Dem Chor waren in seiner Geschichte wechselvolle Zeiten beschieden. Geldmangel bestimmte oft den Rahmen der Aufführungen. In den Anfangsjahren war es nicht ungewöhnlich, große Werke am Flügel zu begleiten.

Namhafte Dirigenten leiteten nach 1945 den Chor. Besonders durch die Einflussnahme von Jens Weigelt, der den Chor seit 1971 als künstlerischer Leiter führt, hat Theodor Storms Chor sein heutiges Profil erhalten. Jens Weigelt hat die Tradition seiner Vorgänger nicht nur fortgesetzt, sondern vor allem erweitert. Bekannte und unbekannte Werke vom Barock bis zur Moderne wurden einstudiert und aufgeführt, wobei einige in Husum sogar erstmalig erklangen. Partnerschaften mit anderen Konzertchören ermöglichten die Aufführungen vieler großer Werke auch in anderen Städten Deutschlands, Polen, Österreich, Ungarn und in England.

Theodor Storm hatte noch bei der Gründung seines Chores das gehobene Bürgertum im Blick, denn damals rekrutierten sich seine Sängerinnen und Sänger ausschließlich aus diesem Teil der Bevölkerung. Heute versteht sich Theodor Storms Chor von 1843 als der Husumer Konzertchor, der für jedermann, der singen kann, offen ist.

© 2007-2010
www.theodor-storms-chor.de